03. 07. 2020
Industrie 4.0

Am 11.06.2020 fand in Kooperation mit der Europaregion Donau-Moldau der erste online-Projekttag des Start-ups nvias.org für Schülerinnen und Schüler zum Thema Start-ups und Künstliche Intelligenz statt.

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens geworden – aber was steckt hinter diesem Begriff? Und wie nutzt man diese Technologie? Beim ersten internationalen online-Projekttag für Künstliche Intelligenz des Start-ups nvias.org aus Tschechien am 11. Juni 2020 durften sich internationale SchülerInnen-Teams der Antwort auf diese Fragen auf praktische Art und Weise nähern. Ziel war es, ein Start-up auf die Beine zu stellen, dessen Produkte und Dienstleistungen auf Künstlicher Intelligenz beruhen. Neben einem bayerischen Team (5 SchülerInnen der Q11 des Anton-Bruckner-Gymnasiums Straubing, Niederbayern) und einem tschechischen Team nahm ein Team aus Polen am Projekttag teil.

Grenzüberschreitender online-Projekttag: Mein KI-Start-up

Der grenzüberschreitende KI-Projekttag von nvias.org wurde in Kooperation mit der Europaregion Donau-Moldau durchgeführt und mit der Idee konzipiert, SchülerInnen auch während der Corona-Krise mittels eines online-Projekttags das Potential künstlicher Intelligenz näher zu bringen. Vor allem im Hinblick auf die Lösung von Problemen einer global vernetzten Gesellschaft ist es notwendig, eine Generation von Entwicklern auszubilden, die KI - Technologie versteht und gezielt einzusetzen weiß.
Die SchülerInnen trafen sich über Discord, einer online-Kommunikationsplattform, um praktische Anwendungsbeispiele Künstlicher Intelligenz kennenzulernen und diese Anwendungen für ein eigenes Start-up zu nutzen.

Datenexperte - Spezialist für Maschinelles Lernen - Marketing

Jedem Teammitglied wurde dabei wie in einem echten Start-up eine eigene Rolle zuteil – Auf diese Weise wurde die Zusammenarbeit im Team eines echten Unternehmens simuliert und gemeinsam an einer Idee gearbeitet. Mehrere Mentoren standen allen TeilnehmerInnen zur Seite und unterstützten mit wertvollen Tipps.
Bis zu den finalen Abschlusspräsentationen der einzelnen Produktideen der Teams war die Entwicklung in drei Schritte gegliedert: Vision, Speech und Understanding.


Die Produktidee der bayerischen SchülerInnen des Anton-Bruckner-Gymnasiums aus Straubing bezog sich auf einen Chatbot für kontaktloses Bezahlen via Gesichtsscan. Mit seiner App zur automatischen Erkennung der Giftigkeit von Pilzen präsentierte das tschechische Team seine KI basierte Erfindung.


Die Entwicklung von Ideen im Team und deren anschließende Umsetzung mit den verschiedenen KI-Methoden stellte für die TeilnehmerInnen eine Bereicherung dar. Insgesamt wurde deutlich, wie groß der Anwendungsbereich von künstlicher Intelligenz ist und welche Vorteile die Nutzung maschinellen Lernens für Anwendungen des alltäglichen Lebens sowie für die Industrie mit sich bringt.

Die Abschlusspräsentationen sowie weitere Details zum Online-Projekttag sind hier einsehbar.

 

Im Gespräch mit Pavel König von nvias.org:

Wer verbirgt sich hinter dem Start-up nvias.org?

nvias.org ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die ich 2017 gegründet habe. Jetzt können wir sagen, dass nvias.org von einer Gruppe von Enthusiasten für neue Technologien unterstützt wird, die neue Produkte, Start-ups und Schulungen entwickeln.

Was ist das Besondere an der Geschäftsidee?

Wir wenden bei der Ausbildung der SchülerInnen das an, was bei erfolgreichen Unternehmen funktioniert: Das bekannte Prinzip des Learning by Doing. Die rasante Entwicklung der neuen Technologien macht es Unternehmen unmöglich, eine Technologie zu erlernen, bevor sie zum Einsatz kommt. Das Bildungssystem hat es ebenfalls schwer, auf diese rasanten Entwicklungen zu reagieren. Wir verwenden die Prinzipien des experimentiellen Projektunterrichts. Wir kombinieren Technologie und Kreativität, Teamwork, praktisches Prototyping und Präsentationsfähigkeiten. Auf den ersten Blick erscheint es unrealistisch, dass Schüler in 4 Stunden neue Technologien beherrschen, ein Produkt erfinden, einen Prototypen erstellen und alles präsentieren können. Die Ergebnisse sind überraschend positiv. Die Form des Spiels kann sie inspirieren und zu großartigen Leistungen motivieren :-).

Wer hat Sie bei der Gründung unterstützt?

Die Projekttage werden von Partnerorganisationen im Rahmen ihrer CSR (Corporate Social Responsibility) bezahlt oder von Schulträgern unterstützt, z.B. eine Region oder einer Stadt. In Pilsen wurden die KI-Projekttage von der Stadt über die Organisation SIT Port finanziert.

Woher kommt die Idee, Seminare für Schüler anzubieten?

Die Idee, SchülerInnen die Teilnahme an einem internationalen Projekttag anzubieten, war im Wesentlichen ein "Aha-Moment". Unsere Priorität ist es, SchülerInnen Erfahrungen im internationalen Umfeld zu ermöglichen. Bei der Implementierung des ersten online-Projekttages zu Start-ups und KI haben wir festgestellt, dass die online-Welt keine Grenzen kennt und die Teilnehmer nirgendwo hin reisen müssen. Wir haben uns entschlossen, befreundete Organisationen einzubinden, um SchülerInnen aus ihren Regionen zu erreichen. Alle haben uns begeistert bei der Organisation dieser Veranstaltung unterstützt. Es war eine große Hilfe für uns.

Wie hat der online-Workshop funktioniert? Können Sie kurz erklären, welche online-Tools verwendet wurden? 

Wir haben die Kommunikationsplattform Discord verwendet, die bei Computerspielern sehr beliebt ist. Der KI-Projekttag wird in unserer eigenen Anwendung verwaltet, in der die Schüler Arbeitsblätter ausfüllen und z.B. überwachen, wie sich die Investitionen in ihr KI-Start-up entwickeln. Schrittweise führen wir die Schüler in ein Computer-Vision-Tool ein (Lernende Maschine), anschließend in Spracherkennung und Chatbots (DialogFlow) und schließlich in eine Anwendung zur Textverarbeitung. Die SchülerInnen entwickeln dann eine eigene Lösung und bereiten mit den genannten Tools einen einfachen Prototypen vor. Im Finale präsentieren die SchülerInnen die Ergebnisse durch Freigabe ihrer Bildschirme.

 

Vielen Dank an alle TeilnehmerInnen und an nvias.org für die hervorragende Zusammenarbeit.

 

Für die Innovationstätigkeit in den EDM-Regionen ist die Ansiedelung von Start-ups ein entscheidender Faktor. Start-ups stellen Treiber der Digitalisierung dar und tragen durch ihre innovativen Ansätze zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Industrie 4.0 bei. Funktionierend Netzwerke sind gerade für Start-ups im ländlichen Raum eine wesentliche Grundlage für den Erfolg. Die Unterstützung der EDM für Start-ups, Gründerökosysteme sowie für Schüler/innen und Studierende umfasst:


• Grenzüberschreitende Netzwerkevents und Fachveranstaltungen für Start-ups und Vertreter der Gründerökosysteme
• Schüler/innen- und Studierendenexkursionen zu Gründerzentren und Start-ups
• Grenzüberschreitende Netzwerkarbeit und Unterstützung bei der Projektpartnersuche in der EDM (AT-BAY-CZ)

 

Kontakt:
Barbara Ableitner
Bezirk Oberpfalz
+49 (0)941 9100 1701
barbara.ableitner@bezirk-oberpfalz.de

 

Bildquelle: nvias.org


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